Was bewirken Omega-3-Fettsäuren im Gehirn?
Unser Gehirn ist ein hochkomplexes Konstrukt, in dem sich rund 100 Milliarden Nervenzellen tummeln. Jede von ihnen muss wiederum mit tausenden anderen Nervenzellen kommunizieren, damit in unserem Körper biologische Prozesse koordiniert, Informationen weitergeleitet und lebenswichtige Prozesse gesteuert werden können.
Hier kommen die wertvollen Omega-3-Fettsäuren ins Spiel: Studien haben belegt, dass eine ausreichende Versorgung mit der langkettigen, mehrfach ungesättigten Fettsäure Docosahexaensäure (DHA) zum Erhalt der normalen Gehirnfunktion beiträgt.*
DHA ist an der Bildung der Synapsen – das sind die Verknüpfungen zwischen den Zellen – und der Übertragung von Signalen im Gehirn beteiligt.
Wie wichtig die richtigen Fettsäuren für unsere „Schaltzentrale“ ist, zeigt auch folgende Zahl: Mehr als 20 Prozent der Fettmasse unseres gesamten Nervensystems, einschließlich des Hirns, bestehen aus DHA. Damit macht der fette „Fitmacher” alltägliche Prozesse wie Denken, Lernen und Erinnern erst möglich – und zwar in jedem Alter: Sowohl Kinder und Jugendliche als auch Erwachsene sind auf die Omega-3-Fettsäuren für Gehirn und Konzentration angewiesen.
*Die positive Wirkung zum Erhalt einer normalen Gehirnfunktion stellt sich bei einer Tagesaufnahme von 250 mg DHA ein.

Multitalent: Was Omega-3-Fettsäuren noch können
Nicht nur das Gehirn profitiert von einer regelmäßigen Omega-3-Zufuhr. Auch in anderen Bereichen des menschlichen Körpers konnten ihre Effekte auf die Gesundheit in Studien vielfach nachgewiesen werden:
- DHA (Docosahexaensäure) und EPA (Eicosapentaensäure) leisten einen wichtigen Beitrag für die normale Funktion des Herzens. Die positive Wirkung stellt sich bei einer Tagesaufnahme von 250 mg EPA/DHA ein.
- DHA durch die Mutter trägt zur normalen Entwicklung der Augen und zur Gehirnentwicklung beim Ungeborenen und gestillten Babys bei. Schwangeren bzw. stillenden Frauen wird eine Aufnahme von 200 Milligramm DHA pro Tag zusätzlich zur empfohlenen DHA- und EPA-Aufnahme von 250 Milligramm empfohlen.
- DHA trägt zum Erhalt der normalen Sehkraft bei. Die positive Wirkung stellt sich bei einer Tagesaufnahme von 250 mg DHA ein.
Omega-3-Bedarf decken: So geht’s
Forscher sind sich sicher, dass die schnelle Entwicklung des menschlichen Gehirns, erst nach dem Erlernen des Fischfangs entstand. Die Möglichkeit, regelmäßig Fisch in den Speiseplan zu integrieren gilt laut Wissenschaft als prägende Stufe in der Evolution. Denn: Fisch ist die beste natürliche Quelle für die wertvollen Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA. Genauer gesagt, stecken die Gesundhelfer vor allem in fettreichen Seefischen. Dazu zählen beispielsweise Lachs, Hering, Thunfisch, Sardine und Makrele.

Um den Omega-3-Bedarf in der täglichen Ernährung zu decken, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) Groß und Klein den Verzehr von 200-220 g Fisch pro Woche, wovon etwa 70 g aus fettreichen Fischsorten bestehen sollten. Klingt einfach, ist es aber für viele Menschen aber nicht: Gerade Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene schaffen es häufig nicht, ausreichend Fisch in ihren Speiseplan einzubauen. Rund 16 Prozent der Menschen in Deutschland essen sogar nie Lachs, Hering und Co.
Damit auch Fischverweigerer in der Praxis auf eine adäquate Omega-3-Versorgung kommen und von den vielfältigen Funktionen der Fettsäuren für die Gesundheit profitieren, können Nahrungsergänzungspräparate eine einfache und sichere Alternative oder Zusatzoption sein.
Nahrungsergänzung: Algenöl & Fischöl fürs Gehirn
Reich an den für die Gesundheit wertvollen Fettsäuren DHA und EPA sind Fischöle aus fettem Seefisch, die es in flüssiger Form, als Gel-Tabs oder Kapseln gibt.
Als pflanzliche Alternative eignen sich Produkte, die auf bestimmten Mikroalgen (Ulkenia, Schizochytriu sp.) basieren. Daraus gewonnene Öle weisen einen ähnlich hohen Gehalt an DHA und EPA auf wie Präparate aus Fettfischen.



