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Inkontinenz - bitte kein Tabu

Inkontinenz - bitte kein Tabu

Die Inkontinenz ist ein verbreitetes Leiden, welches beide Geschlechter jeden Alters betreffen kann. Als Blasenschwäche oder Harninkontinenz wird das Unvermögen, die Blasenentleerung willentlich zu kontrollieren, bezeichnet.

Inkontinenz ist ein häufiges, für die Betroffenen meist sehr belastendes Leiden und vielfach leider immer noch ein Tabuthema darstellt. Inkontinenz ist in den meisten Fällen aber deutlich verbesserbar und kein unabwendbares Schicksal...

Älteres Paar Er im Vordergrund

Die Urinmenge beträgt bei Erwachsenen je nach Trinkmenge ungefähr 1,5 Liter Urin. Urin besteht zu 95 % aus Wasser, der Rest sind Harnstoff, Harnsäure und Kreatinin.

Die Blase ist ein muskuläres Hohlorgan mit einem Fassungsvermögen von maximal 800 ml. Schon bei einer Füllung von 300 bis 350 ml setzt ein starker Harndrang ein. Deshalb ist es erforderlich, die Blase 4- bis 6-mal täglich zu entleeren.

Das Harnsystem besteht aus der linken und rechten Niere, den beiden Harnleitern, der Harnblase und der Harnröhre.

Die Nieren sind wichtige Ausscheidungsorgane, die mit dem Urin Stoffwechselprodukte ausscheiden und den Wasser- und Salzhaushalt des Körpers regeln.

Pro Tag filtern die Nieren eines 70 kg schweren Menschen 1800 Liter Blut. Die gesamte Blutmenge des Menschen muss die Nieren also ca. 300 mal am Tag passieren. Aus diesem zu filtrierenden Volumen werden aber nur 1,5 Liter Harn gewonnen, die restliche Flüssigkeit wird wieder dem Kreislauf zugeführt.

Für das Zurückhalten des Urins (Kontinenz) sorgen zwei Ringmuskeln. Ein innerer, der nicht beeinflussbar ist, und ein äußerer, der der Willkür unterliegt. Darüber hinaus ist für die Kontinenz eine funktionierende Beckenbodenmuskulatur von Bedeutung. Neben diesen Verschlussmechanismen sind die Nervenverbindungen zwischen Blase und Gehirn dafür notwendig, dass der Vorgang der Blasenentleerung funktioniert.

Menschen, die unter einer Harninkontinenz leiden, sind nur eingeschränkt oder gar nicht in der Lage, ihre Blase kontrolliert zu entleeren.

Leider gibt es keine genauen Zahlen wie viele Menschen betroffen sind, denn viele gehen aus Scham nicht zum Arzt. Frauen trifft es in jedem Alter aber viel häufiger als Männer. 

Mögliche Gründe für eine Harninkontinenz:

  • Eine vorübergehende Blasenschwäche ist bei Frauen nach einer Geburt recht häufig.
  • Vor allem aber tritt Inkontinenz bei älteren Menschen auf, mit vielen verschiedenen Faktoren: Die relativ späte Wahrnehmung der Blasenfüllung kann zusammen mit schlechterer Beweglichkeit dazu führen, die Toilette nicht mehr rechtzeitig erreicht wird.
  • Eine nachlassende Herzfunktion kann auch die nächtliche Blasenleerung erhöhen.
  • Beckenbodenschwäche und hormonelle Gründe tragen bei Frauen ebenfalls zu einer Inkontinenz bei.
  • Ausgelöst durch Hormonveränderungen kommt es bei ungefähr 60 % der Männer im fortgeschrittenen Alter zu einer gutartigen Vergrößerung der Prostata.

Dieses kann zu einer Verengung der Harnröhre führen, so dass die Harnblase nur schwer, unvollständig oder gar nicht mehr entleert werden kann.

Bei Blasenschwäche gibt es Hilfe!

Eine Harninkontinenz ist nicht nur ein medizinisches Problem, sondern stellt auch eine seelische Belastung dar. Aber eine Inkontinenz muss nicht in jedem Fall sein. Bei starker oder lang anhaltender Harninkontinenz ist ein Arzt aufzusuchen, der die Ursache abklären muss und eine entsprechende Therapie vorschlagen kann.

Sie können aber auch selbst aktiv werden:

  • Trinken Sie bitte viel. Oft wird versucht, durch wenig Flüssigkeit die Inkontinenz zu überlisten. Leider wird damit in der Regel das Gegenteil erreicht, denn der konzentrierte Harn verstärkt eher das Gefühl des Harndrangs.
  • Die Blase ist ein Muskel. Versuchen Sie es daher mit dem so genannten Blasentraining. Ziel ist es, die Blase durch regelmäßige Gänge zur Toilette so zu trainieren, dass sie sich zu festgelegten Zeiten entleert.
  • Die häufigste Form der Inkontinenz bei Frauen ist die so genannte Belastungsinkontinenz. Urinverlust tritt plötzlich bei körperlicher Belastung auf wie beim Tragen, beim Sport oder Lachen und Husten. Meistens liegt dies an einer zu schwachen Beckenbodenmuskulatur. Je stärker diese Muskeln aber sind, desto besser funktionieren die Organe im Becken: Gebärmutter, Blase und Darm. Ein gezieltes Beckenbodentraining kann sich positiv auf eine Harninkontinenz auswirken.
  • Es gibt freiverkäufliche pflanzliche Arzneimittel die die Blasenfunktion stärken und kräftigen können.

Beckenbodentraining gibt Halt

Beckenbodentraining im Alltag

Diese Übungen sollten möglichst einmal pro Tag angewendet werden, denn je öfter geübt wird, desto größer ist der Erfolg.

stehendes Männchen

Übung 1

Beim Stehen, Sitzen oder Liegen kreuzen Sie die Beine und drücken beim Ausatmen die Fußaußenkanten gegeneinander.

Sitzendes Männchen

Übung 2

Setzen Sie sich auf einen harten Stuhl und machen einen runden Rücken.

Konzentrieren Sie sich auf den Beckenboden und kneifen Sie beim Ausatmen die Muskeln zusammen.

Männchen sitzt am Boden

Übung 3

Im freien Sitz sind die Beine angewinkelt, die Unterschenkel gegrätscht. Die Hände drücken die Knie zusammen.

Versuchen Sie, die Oberschenkel gegen den Widerstand der Hände zu öffnen. Atmen Sie dabei aus.

Männchen im Reitersitz

Übung 4

Beim Drücken gegen einen festen Widerstand im Reitersitz wird die Anspannung durch den gezielten Gegendruck erleichtert und spürbar.

Setzen Sie sich auf eine feste Handtuchrolle und kneifen Sie beim Ausatmen die Muskeln zusammen.

Männchen beim Vorbeugen

Übung für den Notfall

Ein Tipp für Notfälle, mit dem sich ein plötzlicher Harndrang sofort bessert:

Beugen Sie einfach den Oberkörper nach unten. Der Druck im Bauchraum wird so in die entgegengesetzte Richtung gelenkt.

Diese Übung lässt sich auch gut im Alltag „tarnen“, indem Sie vorgeben, sich die Schuhe zuzubinden.

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  • Verbesserung des Harnflusses
  • Reduzierung des Harndrangs
  • Steigerung des Harnvolumens
  • Minderung der Restharnmenge
  • Rückgang des nächtlichen Wasserlassens
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